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5 Mythen zur Photovoltaik in der Schweiz

Haben Sie schon einmal mit dem Gedanken gespielt, Ihren eigenen Strom zu produzieren? Eine Photovoltaikanlage macht es möglich! Bereits über 8 % des jährlichen Schweizer Strombedarfs wird mit der Kraft der Sonne gedeckt – mit rund 220'000 Photovoltaikanlagen sowie 140'000 Solarwärmeanlagen. Dabei belegte die Schweiz mit einer installierten Leistung von 535 Watt pro Kopf Ende letzten Jahres weltweit den 9. Platz – mit 815 Watt lag Deutschland auf Platz 3.1 Es besteht hierzulande also ein grosses Potential für die Photovoltaik. Doch gewisse Mythen halten sich hartnäckig fest. Schauen wir sie uns an.

1. Mythos: Photovoltaikanlagen sind Stromfresser!

Benötigen Photovoltaikanlagen in ihrer Herstellung nicht mehr Energie als sie jemals liefern? Nein! Bereits nach 1.5 - 2.5 Jahren hat sich Ihre PV-Anlage im Vergleich mit anderen Energieträgern wie Erdöl, -gas oder Kohle energetisch ausbezahlt. Die Herstellung von Solarpaneelen benötigt zwar Ressourcen und insbesondere Energie, aber die Photovoltaik punktet mit einer sehr guten Umweltbilanz während ihrer Nutzung. So werden bei dieser Methode der Energiegewinnung null Emissionen ausgestossen.2 Letztlich können Sie mit Ihrer PV-Anlage sogar Energie gewinnen: Hochgerechnet auf ihre Lebensdauer von ca. 30 Jahren produziert die Photovoltaikanlage 15-20 mal mehr Energie, als für ihre Produktion investiert
wurde.3

2. Mythos: Photovoltaikanlagen sind unbrauchbar bei Wolken!

Hingegen gängiger Vermutungen können moderne Solarmodule sowohl an bewölkten Tagen als auch bei schwachem Sonnenlicht Energie erzeugen. Denn neueste Solaranlagen wurden so konzipiert, dass sie auch bei gestreuter Strahlung, wie z. B. bei Nebel oder Wolken, effektiv arbeiten können.4 Möglich machen dies sogenannte Bypass-Dioden, die das PV-Modul in drei Teile unterteilen: Wird ein Teil des Moduls verschmutzt oder durch Schatten bedeckt, schalten die Bypass-Dioden diesen Teil ab und leiten den Strom um.5 Somit produziert Ihre Photovoltaikanlage selbst an bewölkten oder sonnenarmen Tagen noch immer 10 – 25% ihrer normalen Leistung.

3. Mythos: Photovoltaik ist zu teuer!

Halten Sie die Kosten noch immer von Ihrer Entscheidung für eine Photovoltaikanlage ab? Während dies vor Jahren noch ein ausschlaggebendes Argument gewesen wäre, sind in den letzten Jahren die Kosten für Solarmodule stark gesunken. Zudem gibt es in der Schweiz Einmalvergütungen, welche je nach Anlagengrösse 15-25% der Investitionskosten decken. Hinzu kommen noch zusätzliche, individuelle Förderbeträge einiger Kantone und Gemeinden, die weitere finanzielle Unterstützung garantieren. Und je grösser Sie Ihre Anlage letztlich planen, umso günstiger kommt Ihnen die Kilowattstunde (kWh) Strom am Ende. Gut zu wissen: Bei der Anschaffung einer Photovoltaikanlage sind je nach Wohnort Steuerabzüge von bis zu 30% auf die Investitionskosten möglich.6 Sich vorab schlau zu machen, rentiert sich doppelt!7 Sie werden dank einer Photovoltaikanlage unabhängiger von steigenden Strompreisen sein und tragen aktiv zum Klimaschutz bei. 

4. Mythos: Photovoltaikanlagen sind umweltschädlich! 

Glas, Silizium, Aluminium und etwas Kunststoff bilden die Hauptbestandteile von Standard-Paneelen – hinzu kommt noch etwas Kupfer, ganz wenig Blei und Silber. Derzeit können rund 95 % dieser Inhaltsstoffe wiederverwendet werden. Zusätzlich wird eine vorgezogene Recyclinggebühr erhoben. Doch um den Anteil der rezyklierbaren Bestandteile zu erhöhen, wird auf Hochtouren an neuen Verfahren gearbeitet. Falls Sie sich jetzt trotzdem noch Gedanken über die Zusammensetzung machen: Auch anderweitige Technologien zur Stromproduktion enthalten problematische Stoffe und haben ebenso ihre Schattenseiten.8 Wenn Sie aber die lange Lebensdauer sowie die emissionsarme Nutzung Ihrer PV-Anlage betrachten, sehen Sie, dass Sie mit dieser Technologie eine gute Ökobilanz verbuchen und so einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

5. Mythos: Photovoltaikanlagen sind wartungsintensiv

Hält Sie der Glaube intensiver Wartungen noch von Ihrer PV-Anlage ab? Um Photovoltaikanlagen in einem betriebsfähigen, ordnungsgemässen und sicheren Zustand zu halten sowie deren Verschleiss zu verzögern, sind regelmässige Kontrollen empfohlen. Jedoch gibt es gesetzlich gesehen für Photovoltaikanlagen keine Wartungspflicht und grundsätzlich auch keine technische Notwendigkeit. Demnach gibt es auch kein bestimmtes Zeitintervall, innerhalb dessen eine Wartung durchgeführt werden muss. Nach dem Motto „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“ ist es jedoch ratsam, beispielsweise nach einem Sturm, eine Sichtkontrolle Ihrer Anlage vorzunehmen. Zudem ist es bei Standorten mit viel Staubemissionen, veränderter Beschattung oder Bewuchs empfehlenswert, eine regelmässige Reinigung oder Entfernung von Bewuchs durchzuführen. Nur so kann die maximale Leistung der Photovoltaikanlage ausgeschöpft werden.9 
Unbezahlbar, teuer, umweltschädlich, aufwendig und ineffizient – ganz im Gegenteil! Wie wir Ihnen zeigen konnten, beruhen viele der gängigen Mythen und Missverständnisse über Photovoltaikanlagen auf unvollständigen oder veralteten Informationen. Gerade in Zeiten des fortschreitenden Klimawandels, stellt die Photovoltaik eine bedeutende Lösung zu einem nachhaltigeren Lebensstil dar. Werfen Sie doch einen zweiten, genaueren Blick auf die Photovoltaik und lassen Sie sich von unseren ExpertInnen beraten. Informieren Sie sich auf unserer Webseite und lassen Sie sich von den Vorteilen der Photovoltaik überzeugen.


1. vgl. D. Stickelberger, persönliche Kommunikation, 19.10.202
2. vgl. https://www.umweltnetz-schweiz.ch/themen/energie/4444-wiederverwendung-von-photovoltaik-modulen.html, 17.10.2023 
3. vgl. D. Stickelberger, persönliche Kommunikation, 19.10.2023 
4. vgl. https://shtechnik.ch/mythencheck/, 17.10.2023
5. vgl. https://gruenes.haus/funktioniert-solar-auch-im-schatten/, 17.10.2023
6. https://www.bdo.ch/de-ch/publikationen/fachartikel/nl/steuertipp-nr-32-solarstrom
7. vgl. D. Stickelberger, persönliche Kommunikation, 19.10.2023; https://shtechnik.ch/mythencheck/, 17.10.2023 
8. vgl. D. Stickelberger, persönliche Kommunikation, 19.10.2023
9. vgl. https://www.swissolar.ch/de/wissen/anlagenbetrieb/wartung, 17.10.2023